Verband
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Der Verband wurde 1976 gegründet und hat die Aufgabe der geordneten Abwasserbeseitigung
und des Gewässerschutzes in den 4 Mitgliedsgemeinden:

 

Bad Ischl
Land Oberösterreich
13.500 Einwohner, 163 qkm Fläche

 

St. Gilgen

Land Salzburg
3.300 Einwohner, 99 qkm Fläche

 

St. Wolfgang

Land Oberösterreich
2.700 Einwohner, 57 qkm Fläche
 

Strobl

Land Salzburg
3.000 Einwohner, 94 qkm Fläche

 

  • 1969 Bau von Sammelkanälen durch die Stadt Bad Ischl ausgelöst insbesondere durch den Bau von Umfahrungs-Straßen

  • 1970 Kläranlage Strobl fertig

  • Kläranlage St. Wolfgang fertig (bis Juli 1988 in Betrieb)

  • 1972 Generelles Projekt für Kanalisation und Kläranlage Bad Ischl - nur für die Stadt

  • 1975 Beginn der Verhandlungen und Diskussionen über eine gemeinsame Abwasseranlage

  • 1976 Kläranlage St. Gilgen fertig (bis Juli 1988 in Betrieb)

Gründung des Reinhalteverbandes Wolfgangsee-Ischl zunächst nur für die Erstellung eines Sanierungsplanes

  • 1979 Erweiterung des Verbandszweckes auf die Ausführung der Verbandsbauten

      Reibungslose Zusammenarbeit über die Grenzen der Bundesländer hinweg

      Planungsauftrag an die Verfasser des Sanierungsplanes

  • 1980 Baubeginn Hauptsammler 1 im Bauabschnitt 01 des Verbandes

  • 1982 Vorlage der Detailprojekte

      wasserrechtliche Verhandlungen und Bewilligungen

  • 1983 Zusicherung von Mitteln des Wasserwirtschaftsfonds für die Bauabschnitte 02 und 03

BA 01: Kanäle S 30 Mio.

BA 02: Kläranlage S 160 Mio.

BA 03: Kanäle Leitungen

Pumpwerke S 245 Mio.

Verbandsbauten Summe: S 435 Mio.

Ohne Ortsnetze der Gemeinden

  • 1984 Baubeginn Kanäle und Seeleitungen

  •  Baubeginn Kläranlage

  • 1986 Baubeginn Pumpwerke
     

  • 1988 Einstellung des Betriebspersonals im Februar 1988
     

  • Inbetriebnahme im Juli 1988 von: Kläranlage, den Verbandskanälen, den Seeleitungen u. Pumpwerken

  • 1989 Endfertigstellung aller Bauteile

  • Eröffnung der Kläranlage am 7. Oktober 1989

 Der Reinhalteverband Wolfgangsee-Ischl ist der größte, über zwei Bundesländer reichende Reinhalteverband Österreichs, er umfasst mit dem Herz
 des Salzkammergutes und dem Wolfgangseegebiet eines der bedeutendsten und schönsten Fremdenverkehrsgebiete Österreichs; darunter die beiden
 größten Fremdenverkehrsgemeinden Oberösterreichs und zwei  diesbezüglich sehr bedeutende Gemeinden Salzburgs; der Abwasseranfall ist also sehr
 wesentlich von der Freizeitwirtschaft bestimmt und saisonal stark schwankend.

 Gästeübernachtungen pro Jahr: Bad Ischl: 480.000 St. Gilgen: 480.000 St. Wolfgang: 380.000 Strobl: 250.000

 Dazu kommen noch unzählige Tagestouristen, Ausflügler, Badegäste und Kulturbeflissene, die in diesem Gebiet Erholung und Erbauung suchen. Neben
 dem Kurgebrauch, dem Kur- und Operettenstadt-Flair Bad Ischls ist die Erholung am Wasser, das Vorhandensein sauberer Gewässer eine Haupt-
 grundlage der Freizeitwirtschaft. Ohne äußerste Anstrengung, ohne großen technischen und finanziellen Aufwand wären die Gewässer des
 Salzkammergutes unweigerlich durch Überdüngung, daraus Algenbildung und Sauerstoffmangel, gänzlich entwertet - genau wie das in diesen Jahren
 tragisch an der Adria vorgeführt wird und in der Vergangenheit auch an manchen Alpenseen zu beobachten war.

 Der Wolfgangsee, mit 13,2 km² Fläche und 619 Mio. m³ Inhalt der sechstgrößte österreichische See, wird aus dem 123 km² großen Einzugsgebiet von
 158 Mio. m³/Jahr (im Mittel 5 m³/s) durchflossen, was einen Wasserwechsel in rund 4 Jahren bedeutet; der See  ist damit - überdies durch seine Wärme
 und Lichtdurchlässigkeit - bezüglich Überdüngung sehr empfindlich; ebenso sein Abfluss, der von  Natur aus sehr klare Ischl-Fluss.

 Deshalb wird vom Reinhalteverband nunmehr durch Ring- und Seeleitungen am Wolfgangsee und Hauptsammler entlang der Flüsse das Abwasser
 gänzlich von Seen, Flüssen und Bächen des Verbandgebietes ferngehalten.

 Aber auch der unterhalb des Verbandgebietes liegende Traunsee, der mit 25 km² Größe zweitgrößte Binnensee Österreichs, dessen Wasser von der
 Traun einmal jährlich ausgetauscht wird und daher auf Überdüngung etwas weniger empfindlich ist, wird vom Verband bestens geschützt:
 Die Verbandskläranlage Wolfgangsee-Ischl an der Traun unterhalb von Bad Ischl hat zusätzlich zu bester biologischer Reinigung noch
 eine Phospahtfällung, die alle Düngestoffe aus dem Abwasser entfernt; mit dieser sogenannten „dritten Reinigungsstufe“ ist die Kläranlage die
 größte Oberösterreichs.

 Der Verband hat die überregionalen Anlageteile zur Abwasserableitung und Abwasserreinigung im Wesentlichen in den Jahren 1984 bis 1989 mit einem
 Kostenaufwand von rd. 435 Mio. ATS errichtet und zwar:

  • 62km Hauptsammelkanäle, See- und Landdruckleitungen verschiedener Größe, 21 Abwasserpumpwerke mit zusammen 2.500m³ Retentionsräumen und zentraler Überwachungsanlage. Der Fließweg des Abwassers vom Krottensee bis zur Verbandskläranlage beträgt 30 km!

  • Verbandskläranlage, mechanisch-biologisch mit höchstem Kläreffekt: mit Phosphatfällung und Stickstoffentfernung, Klärgasnutzung in Gasmotoren, Wärmerückgewinnung, kleinster Energieverbrauch, beste Isolierung, Schlammfaulung; Entwässerung mit Kammerfilterpresse, Deponieplätze für viele Jahrzehnte; neuartige, umweltbezogene Gestaltung der Kläranlage; insbesondere durch Umbauung der großen Faultürme und Verwendung ansprechender Bauformen, Farben und Baustoffe.

 Nach den geltenden Verbandssatzungen sind die Gemeinden wie folgt an den Verbandsbauten
 (BA 01, BA 02, BA 03; zusammen 435 Mio. ATS) beteiligt:

 Bad Ischl 49 %, St. Gilgen 24 %, St. Wolfgang 14 %, Strobl 13 %;

 Somit Land Oberösterreich 63 % und Land Salzburg 37 %.

 Die Ortskanalnetze in den Mitgliedsgemeinden sind zum Teil schon vorhanden bzw. werden von den einzelnen Gemeinden abschnittsweise selbst errichtet,
 was in Summe einen Aufwand von vielen hundert Millionen Schillingen bedeutet, die von den Gemeinden im Laufe einiger Jahrzehnte in Ortskanäle
 investiert wurden oder noch werden.

 Somit sind im Verbandsgebiet im fruchtbaren Zusammenwirken von Gemeinden, Ländern und Bund, mit modernster Technologie, aber ohne „Beton“ und
 zur Schau gestellter Technik, die Voraussetzungen für eine lückenlose Abwasserbeseitigung, eine umfassende Gewässerreinhaltung mit glasklaren Seen
 und appetitlichen, sauberen Bächen und Flüssen geschaffen worden, was ab heute allen kommenden Generationen zugute kommen wird.

 Der Kanal-und Kläranlagenbau ist das finanziell größte Bauvorhaben der beteiligten
Gemeinden des inneren Salzkammergutes und der  größte  über 2 Bundesländer
reichende Reinhalteverband Österreichs.

 

reinhalteverband.at